Hitze-Gefahr für Katzen: Warum viele Samtpfoten im Sommer zu wenig trinken
Wenn Katzen zu Trinkmuffeln werden
Viele Katzen nehmen weniger Wasser auf, als für ihre Gesundheit ideal wäre. Besonders bei sommerlicher Hitze kann das schnell zum Problem werden. Zum Welt-Katzen-Tag am 8. August macht der ZZF – Zentralverband der Heimtierbranche e.V. darauf aufmerksam, wie wichtig eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme für Katzen ist und mit welchen einfachen Maßnahmen Tierhaltende ihre Samtpfoten zum Trinken animieren können.
Gerade Katzen, die überwiegend Trockenfutter erhalten, sind stärker auf zusätzliches Wasser angewiesen. Nassfutter enthält bereits einen hohen Wasseranteil, während Trockenfutter nur wenig Flüssigkeit liefert. Wer das Trinkverhalten seiner Katze aufmerksam beobachtet, kann mögliche Veränderungen frühzeitig erkennen.
ZZF-Präsident: Frisches Wasser sollte immer verfügbar sein
ZZF-Präsident Norbert Holthenrich betont, Katzenhalter sollten ihren Tieren nicht nur während Hitzeperioden jederzeit frisches Wasser bereitstellen. Wer ausreichend Trinkangebote schaffe, könne langfristig einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit seines Tieres leisten.
Mehrere Näpfe, anderer Standort, fließendes Wasser
Katzen haben beim Trinken häufig sehr individuelle Vorlieben. Manche Tiere bevorzugen frisches, fließendes Wasser. Trinkbrunnen können deshalb helfen, die Wasseraufnahme spielerisch zu fördern. Modelle mit integrierten Sensoren ermöglichen zusätzlich, das Trinkverhalten im Blick zu behalten.
Auch der Standort kann entscheidend sein. Holthenrich erklärt, viele Katzen tränken lieber mit etwas Abstand zum Futterplatz. Sinnvoll sei es daher, mehrere Wassernäpfe in der Wohnung zu verteilen und diese regelmäßig mit frischem Wasser zu befüllen.
Katzen-Suppen und Toppings als zusätzliche Flüssigkeitsquelle
Wer vor allem Trockenfutter füttert, kann den Speiseplan durch Nassfutter ergänzen. Zusätzlich lässt sich etwas Wasser oder ein spezielles Topping unter das Futter mischen. Im Zoofachhandel gibt es außerdem Trockenfutter oder gefriergetrocknetes Futter, das mit warmem Wasser angerührt wird.
Holthenrich zufolge seien Katzen-Suppen und funktionelle Getränke ein neuer Trend. Sie enthielten häufig Elektrolyte, Kollagen, Präbiotika oder Taurin und dienten weniger als vollständiges Futter, sondern eher als zusätzliche Flüssigkeitsquelle.
Warum zu wenig Wasser für Katzen gefährlich werden kann
Eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme unterstützt bei Katzen wichtige Körperfunktionen wie Stoffwechsel, Verdauung und die Ausscheidung von Stoffwechselprodukten über die Nieren. Trinkt eine Katze dauerhaft zu wenig, können Harnwege und Nieren stärker belastet werden. Zudem steigt das Risiko für Harnkristalle und Harnsteine.
Warnzeichen: Wann Katzen zum Tierarzt sollten
Hinweise auf eine unzureichende Wasserversorgung können trockene Schleimhäute, Appetitlosigkeit, Müdigkeit oder eine verminderte Aktivität sein. Wer solche Veränderungen bemerkt oder Flüssigkeitsmangel vermutet, sollte die Katze tierärztlich untersuchen lassen.
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