Mit den ersten warmen Tagen des Jahres werden Zecken wieder aktiv und stellen für Hunde und Katzen ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko dar. Die Spinnentiere übertragen gefährliche Krankheitserreger wie Borreliose oder Babesiose, die nicht nur Tiere, sondern auch Menschen betreffen können.
Gründliche Kontrolle nach jedem Spaziergang
Der Zentralverband der Heimtierbranche (ZZF) betont, dass regelmäßige Kontrolle der wirksamste Schutz für Heimtiere sei. Nach jeder Zeit im Freien sollten Hunde sorgfältig auf festgesaugte Zecken untersucht werden, um das Risiko einer Krankheitsübertragung zu senken. Die Erfahrung zeigt, dass Zecken sich bevorzugt an Stellen wie Achseln, Ohren, Hals, zwischen den Zehen und in der Leistenregion festsetzen. Entdeckte Zecken sollten umgehend mit geeigneten Werkzeugen wie Zeckenzange oder Zeckenhaken entfernt werden, wobei darauf zu achten ist, den Körper nicht zu quetschen.
Risikobereiche beim Gassigehen vermeiden
Laut ZZF empfiehlt es sich, Gebiete mit hohem Gras, dichtem Unterholz oder Laub und Gebüsch zu meiden. Wer auf den Wegen bleibt, Hunde kurz führt und keine Suchspiele im Randbewuchs zulässt, verringert die Wahrscheinlichkeit eines Zeckenbefalls deutlich.
Gesundheitsrisiko auch für Katzen
Katzen erkranken zwar seltener an durch Zecken übertragenen Krankheiten, da sie viele Zecken beim Putzen selbst entfernen. Dennoch können Parasiten wie Anaplasmose oder Hämoplasmose übertragen werden. Daher sollten auch Katzen regelmäßig kontrolliert werden.
Zeckenschutzmittel und Prophylaxe
Der ZZF rät dazu, Zeckenschutzmittel wie Spot ons oder spezielle Halsbänder ganzjährig einzusetzen, da Zecken durch milde Winter auch in kälteren Monaten aktiv sind. Es wird darauf hingewiesen, dass für Katzen keine permethrinhaltigen Präparate verwendet werden dürfen, da diese für sie lebensgefährlich sind. Die Auswahl des passenden Produkts sollte individuell an Tier, Wohnumfeld und Aktivität angepasst werden.
Vorsorge und Beratung im Zoofachhandel
Der Zoofachhandel bietet eine breite Auswahl geprüfter Produkte und unterstützt Tierhalter bei der Wahl und Anwendung des passenden Zeckenschutzes. Nach einem Zeckenstich sollten Halter auf Symptome wie Fieber, Mattigkeit oder Appetitverlust achten und im Zweifel tierärztlichen Rat suchen.
Fazit: Frühzeitige Vorsorge schützt Tier und Umgebung
Der Verband hebt hervor, dass gut gewählte Maßnahmen zur Vorsorge Infektionen wirksam vorbeugen und die Verbreitung von Krankheitserregern in der Umgebung reduzieren. Wer sich frühzeitig beraten lasse, schütze nicht nur das eigene Tier, sondern trage auch zur allgemeinen Gesundheit bei.
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