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Nachdem das alte Zuchtweibchen gestorben ist, erhielt Männchen Jaques eine neue Partnerin.

Noch etwas schüchtern streckt sich die flauschige, rotbraune Nase aus der geöffneten Tür der Transportbox und erkundet schnüffelnd die Lage. Max Birkendorf hat keinen Zeitdruck: „Bei Vergesellschaftungen, also einer Zusammenführung von Tieren, die sich noch nicht kennen, bestimmen die Tiere das Tempo.“



Und er fügte hinzu: „Jedes Individuum hat seinen eigenen Charakter, manche preschen aus ihrer Transportkiste in die Anlage, andere verbringen noch mehrere Stunden in der geöffneten Kiste und trauen sich erst nachts heraus. Würden wir in dieser Situation das Tier unter Druck setzen, wäre das ein ganz schlechter Start.“



Katzenbär-Weibchen „Laya“ darf ihre ersten Schritte ins neue Zuhause selbstbestimmt machen – und klettert dann auch nach anfänglichem Zögern mit zunehmendem Selbstbewusstsein zügig ins Geäst der hohen Platane, die im Katzenbär-Gehege des Zoo Neuwied steht.



Kurator Birkendorf erklärt: „Laya wurde 2022 im Zoo Boras in Schweden geboren und kam letzte Woche zu uns. Unser altes Zuchtweibchen ist vor einem Jahr verstorben und wir freuen uns, dass Männchen Jaques nun wieder eine Partnerin hat.“



Die ersten Tage nach ihrer Ankunft hatte Laya in einem Gehege hinter den Kulissen verbracht, um sich abseits vom Besuchertrubel vom Transport zu erholen, bevor sie nun ihr neues Gehege kennenlernen durfte – und ihren neuen Partner. „Jaques ist mit seinen 12 Jahren für einen Kleinen Panda, wie Katzenbären auch oft genannt werden, schon im fortgeschrittenen Alter. Er ist ein ruhiger, ausgeglichener Zeitgenosse, weshalb ich sehr zuversichtlich bin, dass Laya und er gut miteinander auskommen werden“, beteuert Birkendorf.



Und wie sieht es mit Nachwuchs aus? „Ob wir mit Nachwuchs von Jaques und Laya rechnen können, steht noch nicht fest. Jaques ist ja bereits ein erfahrener Vater, aber eben auch nicht mehr der Jüngste. Außerdem wird über das Erhaltungszuchtprogramm geregelt, ob sich ein Katzenbär-Pärchen fortpflanzen darf, oder nicht, da der zur Verfügung stehende Platz in den Zoos begrenzt ist. Die Paarungszeit der Katzenbären beginnt im Winter, bis dahin wissen wir sicher mehr“, hofft der Kurator.



Und er ergänzte abschließend: „Aber eines können wir versprechen: Auch ohne Nachwuchs ist das Gehege der Katzenbären immer einen Besuch wert, denn sie gehören zu den wenigen Tieren, die man tatsächlich auch ausgewachsen noch als ‚süß‘ bezeichnen kann.“








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