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Hoffnungsschimmer zum Tag des Artenschutzes: Gorillas im Zoo Berlin haben Nachwuchs bekommen.

In der Nacht von Sonntag, 3. März 2024 auf Montag, 4. März 2024 erblickte im Berliner Zoo ein kleiner Gorilla das Licht der Welt – gerade noch am Internationalen Tag des Artenschutzes. Dieser Tag dient dazu, das Bewusstsein für den Schutz gefährdeter Tier- und Pflanzenarten zu schärfen und die weltweiten Bemühungen zur Erhaltung der biologischen Vielfalt zu unterstützen – welches Symbol könnte somit passender sein als die Geburt einer vom Aussterben bedrohten Tierart.



„Wir freuen uns sehr über diese frohe Botschaft. Gern hätten wir diesen Neuzugang bereits in einem angemessenen neuen Zuhause begrüßt“, verrät Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem.



Und er fügte hinzu: „Aber die Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes, für Djambala mit der Familienplanung zu beginnen, kamen schneller. Wir haben jedoch schon mit den Planungen für ein neues Haus für unsere Gorillafamilie begonnen. Derzeit prüfen wir die Möglichkeiten, einen großzügigen Anlagenkomplex, der sich harmonisch in die Natur einfügt auf dem Erweiterungsgelände zu realisieren. Auf rund zwei Hektar Fläche bestehen dort gute Voraussetzungen, für eine zukunftsweisende Tierhaltung mit weitläufigen Außen- und Innenbereichen.“



Unter dem Motto „Mein Gorilla bekommt ‚ne Villa im Zoo“, sammelt der Zoo Berlin bereits seit drei Jahren Spenden für einen Neubau. Umzugshelfer können als Paten ihren Beitrag leisten.



Für das Zoo Berlin-Team heißt es nun erst einmal abwarten und staunen: „Mutter Djambala und ihr Nachwuchs sind wohlauf“, berichtet Zoo-Tierarzt Dr. André Schüle. Und er betonte: „Durch das Beobachten ihrer Artgenossin Bibi hatte sie in den letzten drei Jahren die Gelegenheit, die Aufzucht von eigenem Nachwuchs zu erlernen. Das gibt uns Grund zur Hoffnung, dass sie selbst als Erstgebärende ihre Mutterrolle wahrnehmen wird. Noch heißt es Daumendrücken.“



Ruhe und Zurückhaltung sind nun oberstes Gebot. In den ersten Monaten ist das Jungtier auf die Pflege seiner Mutter angewiesen und wird bis zum Alter von vier bis fünf Jahren gesäugt. Gorilla-Jungtiere können sich von Anfang an am Fell ihrer Mutter festhalten und werden von ihr überallhin getragen, zunächst am Bauch und später auf dem Rücken.



In der sensiblen Anfangszeit werden ausschließlich die Tierpfleger Zugang zum Gorilla-Bereich im Affenhaus haben und die neue Familiensituation aus der Ferne beobachten. Daher können aktuell weder Gewicht noch Geschlecht des Jungtieres festgehalten werden. Der hintere Teil des Affenhauses ist daher aktuell auch für Besucher nicht einsehbar.



Für die Gorilla-Dame ist es der erste Nachwuchs. Neben Sango (21) und Djamabla (24) gehören auch die Gorilla-Weibchen Bibi (27), Tilla (3) und Mpenzi (38) zur Familie. Seniorin Fatou (66) gilt als ältester Gorilla der Welt und verbringt ihren Ruhestand auf einer separaten Nachbaranlage.



Westliche Flachland-Gorillas werden von der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN als „critically endagered“ eingestuft. Gorillas sind die größten und schwersten Menschenaffen der Welt. Aufrechtstehend misst ein ausgewachsenes Männchen bis zu zwei Metern und bringt etwa 220 Kilogramm auf die Waage. Sie leben zusammen in großen Familienverbänden, die von einem sogenannten Silberrücken - einem ausgewachsenen Männchen mit charakteristischem silbergrauem Fell an Rücken, Hüfte und Oberschenkeln - angeführt werden. Der Westliche Flachland Gorilla Bobby zog als erster Gorilla 1928 in den Zoo Berlin und ist seither im Logo des Zoo Berlin verewigt.



Laut Schätzung leben derzeit rund 300.000 Westliche Flachland-Gorillas in Afrika, mit Tendenz stark abnehmend. Mehr als die Hälfte der Tiere sind in der Republik Kongo zuhause. Die Populationszahlen gehen immer weiter zurück, Grund hierfür ist der Lebensraumverlust durch Abholzung und Landwirtschaft, Wilderei und Jagd wegen ihres Fleisches sowie der Übertragung von Krankheiten durch den Kontakt mit Menschen.








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