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Für den stattlichen Geburtstag haben die Tierpfleger dem Gorilla-Weibchen altersgerechte Gorillakost vorbereitet.

Gorilla-Dame Fatou wurde 67 Jahre alt und ist somit nicht nur das älteste Tier im Zoo Berlin, sondern gilt auch der älteste Gorilla der Welt überhaupt. Fatou genießt genügsam ihre farbenfrohen Geburtstagsleckereien, die das Team des Zoo Berlin am Freitagmorgen in aller Frühe für die Seniorin vorbereitet hat. Da in handelsüblichem Obst viel Fruchtzucker enthalten ist, steht für Gorillas wie Fatou fast ausschließlich Gemüse auf dem Speiseplan.



„Wir achten bei unseren Tieren generell sehr auf gute Ernährung. Und gerade bei älteren Tieren wie Fatou passen wir Mahlzeiten immer entsprechend an. In ihrem hohen Alter braucht Fatou sehr weiche Kost, die sie auch ohne Zähne gut kauen kann“, berichtet Zoo-Tierarzt Dr. André Schüle. Fatou lebt zudem in ihrer eigenen Anlage und zieht es vor, Abstand von der Gruppe zu halten, obwohl sie die Möglichkeit hat, Kontakt mit ihren Nachbarn aufzunehmen.



Dies ermöglicht ihr ein ruhiges Leben fernab der Aufregung, die eine Gruppensituation mit sich bringen würde. Die Tierpfleger haben stets ein wachsames Auge auf die Gorilla-Dame und somit wird auch Fatous Alltag mit Beschäftigungen, wie Futtersuche im Gehege oder Kletterseilen als Fortbewegungshilfen ergänzt.



Fatou ist Botschafterin ihrer bedrohten Artgenossen. Die Zerstörung ihres natürlichen Lebensraums durch Abholzung und Bergbau sowie die illegale Jagd führen weiterhin zu einem Rückgang der Population der westlichen Flachlandgorillas. Sie sind auf der „Roten Liste“ der Weltnaturschutzunion (IUCN) als „vom Aussterben bedroht“ eingestuft. Gorillas sind die schwerste und größte Menschenaffenart. Ausgewachsene Männchen können bis zu 200 Kilogramm schwer und 2 Meter groß werden.



Westliche Flachlandgorillas leben im Familienverband, bestehend aus mehreren Weibchen und einem dominanten Männchen, dem Silberrücken. Sie sind tagaktiv und verbringen die meiste Zeit mit fressen. Gorillas ernähren sich fast ausschließlich vegetarisch, auf dem Speiseplan stehen neben Blättern und Kräutern auch Wurzeln und Früchte. Als „Gärtner des afrikanischen Regenwaldes“ spielen sie durch die Verbreitung von Samen eine wichtige Rolle im Ökosystem und tragen somit zum Erhalt der Biodiversität bei.



Im Zoo Berlin leben neben Gorilla-Seniorin Fatou noch Silberrücken Sango (19) sowie die Weibchen Djambala (22), Bibi (27), Mpenzi (38) und Gorilla-Mädchen Tilla (3).



Hintergrund - Die ältesten Tiere im Zoo Berlin
Altersruhesitz mit Vollpension: Tierische Senioren sind ein Phänomen, das mit der geschützten Haltung von Wildtieren in menschlicher Obhut entstanden ist. Im natürlichen Lebensraum sorgt die natürliche Auslese dafür, dass kranke und altersschwache Tiere „aussortiert“ werden. Sie sind leichte Beute für Raubtiere, werden von Rivalen aus dem Revier verdrängt oder verhungern, weil sie selbst keine Beute mehr fangen können. In Zoologischen Gärten hingegen leben Tiere dank bester medizinischer Versorgung und der Abwesenheit von Räubern oft deutlich länger als im natürlichen Lebensraum.



Die aktuell ältesten Tiere im Zoo Berlin sind:
1. Westlicher Flachlandgorilla „Fatou“, geboren 1957, kam 1959 in den Zoo
1. Weiblicher Rosaflamingo kam 1957 den Zoo (sie wird nun „Rosa“ genannt)
2. Weiblicher Rosaflamingo, kam 1959 in den Zoo
3. 5 Chileflamingos, die 1962 in den Zoo kamen
4. Kappengibbon, „Kaspar“, geboren 1970, kam 1993 in den Zoo
5. Asiatischer Elefant, „Drumbo“, geboren 1970, kam 1987 in den Zoo








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