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Die Panda-Zwillinge im Zoo Berlin werden vier Jahre alt.

(tm) Bei ihrer Geburt am 31. August 2019 wogen Pit und Paule kaum mehr als eine Tafel Schokolade. Vier Jahre später bringen die Panda-Brüder jeweils um die 80 Kilo auf die Waage. Sie sind die ersten und bislang einzigen Großen Pandas, die in Deutschland zur Welt kamen und deshalb etwas ganz Besonderes. Heute feiern die berühmten Berliner Panda-Teenager ihren vierten Geburtstag.



Zu ihrem Ehrentag wurden sie vom Tierpflege-Team mit einer mehrstöckigen Eistorte, bestückt mit den feinsten Panda-Leckerbissen, wie Karotten und Äpfeln, überrascht. Geschmückt wurde die Spezialtorte mit einer scharlachroten „4“, zubereitet aus Rote Beete-Saft. Besonders freuten sich Pit und Paule über die Extraportion Eis aus der Schneekanone. Eine Zutat darf für die perfekte Panda-Party nicht fehlen: Bambus! Zu 99 Prozent besteht die Nahrung der Großen Pandas aus unterschiedlichen Arten des besonderen Süßgrases.



Nach wie vor sind Pit und Paule trotz Bären-Pubertät ein eingeschworenes Team. Einser-Schüler Pit strahlt beim Medical Training immer noch etwas heller als sein Bruder, allerdings ist Paule schon längst nicht mehr der kleine Rabauke von vor zwei Jahren. Die Zwillinge sind sich also nicht nur im Aussehen immer ähnlicher, sondern auch im Verhalten.



Nur etwa 2.000 ausgewachsene Große Pandas sind in ihrem natürlichen Lebensraum, den Bergwäldern im Südwesten Chinas, zu finden. „Der Große Panda ist auf der Roten Liste für bedrohte Arten der Weltnaturschutzunion IUCN als gefährdet eingestuft. Trotz umfangreicher Schutzbemühungen ist das Überleben dieser Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum noch immer nicht gesichert“, berichtet Zoo- und Tierpark-Direktor Dr. Andreas Knieriem „Wir möchten die Beliebtheit dieser charismatischen Artenschutz-Botschafter nutzen, die Aufmerksamkeit unserer Gäste auf das vom Menschen verursachte Artensterben weltweit zu lenken.“



Die Geschichte des Großen Pandas zeigt, dass Schutzmaßnahmen wirken können. 2021 stufte die chinesische Regierung die Tierart als nicht mehr vom Aussterben bedroht ein. „Als Zoologische Einrichtung sind wir Teil des weltweiten Artenschutz-Netzwerks“, erklärt Kurator Dr. Florian Sicks und fügt hinzu: „Die Erfolge beim Schutz des Großen Pandas sind dem gemeinsamen Engagement von Zoos, Naturschutzbehörden und lokalen Behörden zu verdanken. Pit und Paule sind ein kleiner, aber wichtiger Teil dieser globalen Artenschutzbemühungen.“



Im Zoo Berlin leben seit Sommer 2017 Deutschlands einzige Große Pandas. Der Große Panda ist das bekannteste Symbol für vom Aussterben bedrohte Tierarten geworden. Nicht umsonst erscheint er im Logo des WWF, einer der bekanntesten Naturschutzorganisationen der Welt. Einst erstreckte sich der Lebensraum der Großen Pandas vom Nord-Osten Chinas bis nach Myanmar und Vietnam. Heute findet man die Pflanzenfresser lediglich in den lichten Laub- und Nadelwäldern der chinesischen Bergregionen rund um die Provinzen Sichuan, Shaanxi und Guanzu. Als Nahrungsspezialist mit einer sehr kurzen Paarungszeit von etwa 72 Stunden pro Jahr ist der Große Panda besonders vom Verlust seines ursprünglichen Lebensraumes betroffen. Die Partner- und Futtersuche fällt ihm in den sehr fragmentierten Schutzgebieten immer schwerer.



Zahlen, Daten Fakten zum Großer Panda
• Der erste Große Panda war 1936 im Zoo Berlin zusehen und trug den Namen Happy.
• 1958 legte Panda-Weibchen Chi Chi für drei Wochen einen Zwischenstopp im Tierpark Berlin ein, sie war die Muse, die den WWF später zu seinem weltberühmten Wappentier inspirierte.
• 1980 traf das erste Panda-Pärchen Bao Bao und Tjen Tjen als Staatsgeschenk des chinesischen Regierungschefs Hua Guofeng an Bundeskanzler Helmut Schmidt in Berlin ein.
• 2012 fand Bao Bao als ältester männlicher Panda der Welt im hohen Alter von 34 Jahren seine letzte Ruhe.
• Im Juni 2017 kamen durch den Einsatz der Bundeskanzlerin Angela Merkel die beiden Großen Pandas Meng Meng und Jiao Qing in den Zoo Berlin.
• Am 31. August 2019 brachte Panda-Dame Meng Meng (10) zwei Jungtiere (Pit 186 Gramm und Paule 136 Gramm) zur Welt. Der Vater Jiao Qing (13) ist bei der Aufzucht – wie für Große Pandas typisch – nicht beteiligt.
• Nach der letzten Zählung des weltweiten Bestandes geht man von nur noch etwa 1.864 ausgewachsenen Großen Pandas im natürlichen Lebensraum aus. Davon halten sich knapp 70 Prozent in staatlich eingerichteten Schutzgebieten auf.



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