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Sulawesi-Hirscheber-Frischling „Ambari“ verzaubert den Tierpark Berlin.

(tm) Haarlos und mit riesigen Eckzähnen, die rund gebogen aus der Schnauze durch den Gaumen hinaus nach oben wachsen – könnte man ihn nicht leibhaftig im Tierpark Berlin sehen, man würde denken, diese magische Kreatur ist den „Fantastischen Tierwesen“ entsprungen:


 
Der Sulawesi-Hirscheber ist ein ausgesprochen sonderbares Tier. Vielleicht diente er sogar als eine Inspiration für den märchenhaften Qilin, der in der Mythologie Glück und Harmonie für die Erde bringen soll. Mit Ambari (zu Deutsch Himmel), dem kleinen Hirscheber-Jungtier, das am 18. September 2023 im Tierpark Berlin das Licht der Welt erblickte, hat die Welt nun eine Glücksbringerin mehr.



Nicht nur für Vater Cinta und Mutter Diah sondern auch für den Tierpark Berlin ist es der allererste Nachwuchs. Mit ihrer Geburt erhöht sich nun der Bestand im Tierpark auf insgesamt sechs Babirusa, wie die urtümlichen Hirscheber auch genannt werden. „Absolute Ruhe und keine Störung sind die Voraussetzungen für eine Babirusa-Geburt. Je näher der Termin rückt, desto skeptischer werden die trächtigen Weibchen gegenüber Fremden“, erklärt Kuratorin Maren Siebert.



Und sie ergänzt, „Wir konnten aber über eine Kamera die Geburt verfolgen, ohne die Tiere zu stören. Das ist nicht nur hilfreich für die Aufzucht, sondern auch ein einzigartiges Kinoerlebnis für das ganze Team.“



Mutter Diah kümmert sich fürsorglich um ihren Frischling. Auch wenn der Vater seinen Nachwuchs später kennenlernen wird, haben im natürlichen Lebensraum die Weibchen das Kommando. Sie bilden so genannte Mutterfamilien mit oder ohne Keiler. Diese Verbünde können bis zu 13 Tiere umfassen.



Babirusa waren schon immer eine echte Seltenheit in europäischen Tiergärten. Berlin, insbesondere der Zoo, war lange Spitzenreiter in der Hirscheberhaltung und -zucht. 1905 wurde in Berlin erstmals auf deutschem Boden ein Hirscheber geboren. Nach dem 2. Weltkrieg kam 1978 mit dem ersten Hirscheberpaar aus Antwerpen in den folgenden Jahren auch wieder Nachwuchs der bedrohten Tierart zur Welt. Seitdem gelang mehrmals die Aufzucht von Jungtieren im Zoo und nun auch erstmals im Tierpark Berlin.



„Hirscheber sind fantastische Botschafter für die Einzigartigkeit der Tier- und Pflanzenwelt auf der indonesischen Insel Sulawesi. Mit seinem ungewöhnlichen Aussehen zieht der Hirscheber die Blicke auf sich. Wir wollen diese Aufmerksamkeit auf die Gefährdung der Artenvielfalt auf Sulawesi lenken. Als mystisches Fabelwesen steht er für all die unentdeckten biologischen Schätze dieser tropischen Inselparadiese“, erklärt Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem seine Faszination für die Babirusas und Sulawesi als einzigartigen Lebensraum.



Tiere und Pflanzen, die nur an einem bestimmten Ort vorkommen, nennt man „endemisch“. Hirscheber kommen ausschließlich auf Sulawesi und einigen vorgelagerten Inseln vor. In ihrer Heimat sind sie deshalb streng geschützt, dennoch sind sie durch Wilderei und die Vernichtung ihres Lebensraumes gefährdet. Der Nantu Forest ist mit einer Größe von 62.000 Hektar eines der letzten zusammenhängenden Regenwaldgebiete Sulawesis und gleichzeitig eines der letzten Rückzugsgebiete für bedrohte Tiere.



In diesem kostbaren Ökosystem leben neben dem Hirscheber zahlreiche weitere zum Teil „endemische“ Tier- und Pflanzenarten, die noch gar nicht erforscht sind. Deshalb unterstützt der Tierpark Berlin im Rahmen seines Artenschutzprogrammes Berlin World Wild unter anderem Forschungsarbeiten, in denen neue Arten systematisch erfasst werden.









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