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Seit ein paar Tagen lässt sich ein besonderes Ereignis im Wildgatter Oberrabenstein beobachten. 

(tm) Die Paarungszeit – die sogenannte Brunft – der Rothirsche hat begonnen. Diese findet jährlich zwischen Mitte September und Mitte Oktober statt, ist aber auch von den Temperaturen abhängig.



Kalte Nächte steigern die Aktivität. Mit etwas Glück kann man dann das „Röhren“ wahrnehmen, den charakteristischen Brunftruf der männlichen Tiere. Der Rothirsch ist mit einer Schulterhöhe von über einem Meter eines der größten Wildtiere in Mitteleuropa. Die männlichen Tiere zeichnen sich im entsprechenden Alter durch ihr großes, weitverzweigtes Stangengeweih aus. Die weiblichen Tiere besitzen kein Geweih und werden deswegen auch als „Kahlwild“ bezeichnet.



Wer bereits früh das Wildgatter besucht, kann in den kühlen Morgenstunden die noch dampfenden Tiere beobachten, Zeichen einer sehr energieaufwendigen Nacht. Weitere Spuren der Brunft lassen sich überall entdecken: frisch zerfetzte junge Bäumchen, der stellenweise mit dem Geweih aufgewühlte Boden, das Gewirr vieler Sprengfährten und der charakteristische herbe Brunftgeruch, der in der Luft liegt.



Zu Beginn der Brunftzeit versuchen die männlichen Hirsche ein „Brunftrudel“ zu halten. Dazu vertreibt das stärkste Tier alle anderen männlichen Konkurrenten um ein Rudel aus Hirschkühen. Der stärkste und verbleibende Hirsch wird als „Platzhirsch“ bezeichnet. Durch imponierendes Verhalten oder sein lautes Röhren versucht dieser, potenzielle Rivalen abzuschrecken. Als letzte Instanz kann ein Platzhirsch seinen Rivalen nur durch einen Kampf von seinem Rudel fernhalten. Hierbei wird das Geweih, das alle männlichen Tiere als gemeinsames Merkmal tragen, eingesetzt. Ein „Kommentkampf“ hat nicht das Ziel, den Gegner zu verletzen, da es scheinbar festgelegte
Regeln gibt, wodurch das Verletzungsrisiko relativ gering bleibt. Ein tödlicher Ausgang eines Kampfes ist die Ausnahme.



Zusätzlich zu diesen Aufgaben um das Rudel herum muss der Platzhirsch nach den wirklich paarungsbereiten Tieren suchen, denn jede geschlechtsreife Hirschkuh ist nur zwei bis drei Tage brunftig. Über den Geruch kontrolliert der Platzhirsch die Paarungsbereitschaft seiner Tiere. Ein weiteres Indiz ist der angehobene Wedel – der Schwanz – der Hirschkuh. Hat er ein paarungsbereites Weibchen für sich erobert, wird es für kurze Zeit getrieben und dann begattet.



Die Brunft ist für den Platzhirsch sehr energieaufwendig. In diesen Wochen kann er 15 bis 20 Kilogramm an Gewicht verlieren, da er kaum Zeit mit dem Fressen verbringt und größtenteils von der in der Leber gespeicherten Fettreserven lebt. Es kann durchaus vorkommen, dass Platzhirsche zum Ende der Brunft ihr Rudel an einen noch unverbrauchten Rivalen abgeben müssen.



Herbstferien im Wildgatter:
Auch in den Herbstferien wird es wieder spannende Angebote im Wildgatter Oberrabenstein geben. Ab Samstag, 30. September 2023, jeweils um 11:00 Uhr werden die beliebten Schaufütterungen angeboten, und zwar montags und samstags bei den Wölfen und Luchsen, dienstags und freitags bei den Mufflons, mittwochs bei den Wisenten und donnerstags und sonntags bei den Wildkatzen.









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