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Freud und Leid bei den hochbedrohten Mittelbeos im Naturschutz Tierpark Görlitz – Zgorzelec.

(tm) Erst 2020 sind die beiden Mittelbeos „Bea“ und „Beato“ im Görlitzer Tierpark eingezogen. Das Paar hat im vergangenen Jahr erstmals erfolgreich Nachwuchs großgezogen. In diesem Jahr wurden in zwei Bruten drei Jungvögel aufgezogen.



„Ein toller Erfolg und so wichtig für den Artenschutz“, erklärt Tierpark-Kuratorin Catrin Hammer: „Diese monogam lebende Vogelart ist sehr wählerisch, wenn es darum geht, einen geeigneten Lebenspartner zu finden. Beos ziehen nur als kompatible Brutpaare Nachwuchs groß.“, ergänzt sie.



Über diesen Erfolg konnte sich das Tierpark Team leider nicht lange freuen: Innerhalb von vier Tagen sind beide Altvögel und die zwei Jungen der zweiten Brut gestorben. Die toten Beos wurden sofort an das Landesuntersuchungsamt in Dresden zur Sektion eingeschickt.



Befund: Alle Vögel sind am Usutu Virus gestorben. Dieses Virus wurde 2010 das erste Mal in Deutschland nachgewiesen und stammt ursprünglich aus Afrika. Es wird durch Stechmücken übertragen und führt vor allem bei Vögeln zu tödlichen Infektionen. Umgangssprachlich ist diese Infektion auch als Amselsterben bekannt geworden, da die Amsel oder Schwarzdrossel in Deutschland als vorwiegend betroffene Art gilt.



Der Jungvogel aus der 1. Brut hat nur überlebt, weil er aufgrund von Aggressionen der Elternvögel bei Beginn der zweiten Brut separiert und anschließend im Innenbereich der Anlage untergebracht wurde. Dort haben sich offensichtlich keine infektiösen Stechmücken angesiedelt.



Um das Überleben dieses letzten Görlitzer Beos zu sichern, sorgte das Tierpark Team für einen schnellen Abflug des Vogels Richtung Ostseeküste, genauer ins Beo Dating-Center des Vogelparks Marlow, wo auch schon seine Eltern und Geschwister die Chance bekamen, ihrer großen Liebe zu begegnen.



Da es aktuell weder eine erfolgreiche Behandlung noch eine prophylaktische Impfung gegen das Virus gibt, ist die Beo-Haltung in Görlitz bis auf weiteres eingestellt.









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